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Bewusst mit Trinkwasser umgehen

20. August 2026
Die heissen und trockenen Wochen lassen den Wasserverbrauch in Amriswil steigen. Ist Trinkwasser sparen trotz Bodenseewasser nötig?

Die kurze Antwort lautet: «Ja, aber». Ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource Trinkwasser ist gerade in Trockenzeiten besonders sinnvoll. In Amriswil besteht kein Grund, zwingende Massnahmen zur Einschränkung des Wasserbezugs der Bevölkerung anzuordnen. Amriswil hat einen Vorteil: Das Trinkwasser stammt aus dem Bodensee. Dank des Seewasserwerks in Kesswil steht während längerer Trockenperioden genügend Seewasser für die Trinkwasserproduktion zur Verfügung. An Wasser mangelt es also nicht. 

Herausforderung in den Spitzenzeiten

Die eigentliche Herausforderung liegt vielmehr in der Aufbereitung und Verteilung des Trinkwassers. Es muss aufbereitet, gespeichert und anschliessend über das Leitungsnetz zu den Haushalten, Gewerbebetrieben, landwirtschaftlichen Betrieben und benachbarten Wasserversorgungen transportiert werden. Während Trockenperioden steigt der Wasserverbrauch beispielsweise durch das Bewässern von Gärten, das Befüllen von Pools oder andere wasserintensive Nutzungen stark an. In solchen Spitzenzeiten sind Wasserwerk, Pumpen und Leitungsnetz besonders gefordert. Gleichzeitig erhöht sich der Energiebedarf für die Aufbereitung und Förderung des Trinkwassers.

Jeder Tropfen zählt

Durch einen bewussten Umgang kann jede und jeder dazu beitragen, solche Belastungsspitzen zu reduzieren. Bereits einfache Massnahmen zeigen Wirkung: Gärten zurückhaltend und möglichst in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden bewässern, Rasensprenger nur gezielt einsetzen, Pools nicht unnötig nachfüllen und tropfende Wasserhähne oder laufende Spülkästen rasch reparieren. Ein weiterer wichtiger Aspekt betrifft die Landwirtschaft und die Lebensmittelproduktion. Wasser ist eine unverzichtbare Grundlage für die Erzeugung unserer Nahrungsmittel. Insbesondere während Trockenperioden sind Landwirtinnen und Landwirte auf ausreichende Wassermengen angewiesen, um ihre Felder, Obstkulturen und andere Flächen bewirtschaften zu können.

Trinkwasser bleibt gesichert

Die Wasserversorgung durch die Regio Energie Amriswil (REA) ist in der derzeitigen Trockenzeit sichergestellt. Es besteht kein Grund zur Sorge um unsere Trinkwasserversorgung. Ein achtsamer Umgang mit Trinkwasser hilft jedoch mit, unnötige Belastungsspitzen zu vermeiden und sicherzustellen, dass diese wichtige Ressource weiterhin allen Verbraucherinnen und Verbrauchern jederzeit zuverlässig zur Verfügung steht. Die REA bedankt sich bei allen Einwohnerinnen und Einwohnern für den verantwortungsvollen Umgang mit dem wichtigsten Lebensmittel. Damit leisten alle einen Beitrag dazu, die Wasserversorgung auch an besonders heissen Tagen in Amriswil zuverlässig und energieeffizient sicherzustellen. Bei Fragen zum Thema Wasser steht die REA unter info@rea.swiss gerne zur Verfügung. 

Die beiden redundanten Seeleitungen im Wasserwerk Kesswil.
Die beiden redundanten Seeleitungen im Wasserwerk Kesswil.
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