Kopfzeile

Inhalt

Kinderfreundliche Gemeinde – Was Kinder und Jugendliche von Amriswil halten

23. April 2026
Amriswil wird «Kinderfreundliche Gemeinde» und setzt sich als solche noch stärker für die Rechte der Kinder und Jugendlichen ein. Am 18. Februar fand dazu ein erster öffentlicher Anlass statt, an welchem auch eine Umfrage über die Zufriedenheit in Amriswil durchgeführt wurde. Jetzt sind die Ergebnisse bekannt.

Auf dem Weg zur Kinderfreundlichen Gemeinde Amriswil füllte die Stadt mithilfe der Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri bereits einen umfassenden Fragebogen aus und am 18. Februar fand mit dem Mitmach-Event für Kinder und Jugendliche im Pentorama bereits der erste Anlass als Auftakt statt. Mittels Online-Umfragen und Umfragen in den Klassen wurden folglich insgesamt 1'052 Personen zur Kinder- und Jugendfreundlichkeit befragt. Während in der Vorschulstufe die Eltern befragt wurden, konnten von Kindergärtlerinnen bis hin zu Jugendlichen der Sekundarstufe II ihre Meinung selbst kundtun. Die Fragen bezogen sich dabei auf die Zufriedenheit in der Stadt allgemein sowie auf die Bereiche Freizeit & Aufenthaltsorte, Mobilität & Sicherheit, Informationskanäle oder auch Unterstützungsangebote und Mitbestimmung. Bei der Befragung der Jugendlichen nach der obligatorischen Schulzeit konnten die Teilnehmenden einen von drei Gutscheinen von 1001 Freizeit Amriswil gewinnen. Die glücklichen Gewinner und Gewinnerin sind Robin Chischè, Katharina Haubrich und Enes Kamberi. 

Das sagen die Eltern der Vorschulkinder
Bei der Umfrage der Eltern sind immer wieder ähnliche positive Aspekte genannt worden. So schätzen sie unter anderem die Nähe zum Wald, zu verschiedenen Weihern, Bauernhöfen und Tieren. Demnach verbringen viele Kinder ihre Zeit am liebsten draussen im Garten oder in den hiesigen Naherholungsgebieten. Daneben wurden die vielen Spiel- und Bewegungsangebote, die in Amriswil geboten werden, mehrfach positiv erwähnt. So gebe es viele schöne Spielplätze, der Pumptrack wird gerne genutzt, die Badi liefert im Sommer willkommene Abwechslung und Abkühlung und die Sportplätze laden zum auspowern. Ausserdem werden die Angebote wie das MuKi-Turnen, die Spielgruppen, der Knöpflitreff oder auch Bauernhof-Kitas und die verschiedenen Angebote von Kirchen, Vereinen und den Kindertagesstätten sehr geschätzt. Aber nicht nur was angeboten wird, sondern auch wo spielt eine entscheidende Rolle für die Eltern der kleineren Kinder. So wird Amriswil als kompakt beschrieben und die kurzen Wege zu Schulen, Kitas, dem Wald oder zu den Freizeitangeboten fallen positiv auf. Ausserdem fühlen sich die Vorschulkinder besonders wohl hier, wenn die Familie, Grosseltern, Freunde und andere Kinder ganz in der Nähe sind und idealerweise auch in Amriswil oder der Umgebung leben. Die Spielplätze zum Beispiel wurden sowohl positiv als auch kritisch bewertet. So gibt es einige Eltern, die sich mehr, grössere und modernere Spielplätze – speziell für Kleinkinder mit Babyschaukeln oder kleinen Rutschen – wünschen würden. Ausserdem seien die Spielplätze teilweise in die Jahre gekommen, schmutzig und wenig abwechslungsreich. Weil die Plätze ab und an auch als Aufenthaltsort von Erwachsenen genutzt werden, werden diese von den Eltern teilweise gänzlich gemieden. Und auch das Angebot für Kleinkinder dürfte laut Umfrage gerne ausgebaut werden. So werden mehr niederschwellige, kostengünstige oder kostenlose Angebote wie ein Eltern-Kind-Café, Indoor-Treffpunkte mit Spielmöglichkeiten oder Winterangebote gewünscht. 

Das sagen Primarschülerinnen und Schüler
Zum Thema «Mobilität und Sicherheit» geben die meisten jüngeren Schülerinnen und Schüler eine positive Rückmeldung. Sie fühlen sich in Amriswil sicher, es gebe aber Situationen, die als unsicher erlebt werden. Dabei werden häufig der Bahnhof, Strassenübergänge, Kreuzungen sowie dunkle oder wenig belebte Wege genannt. Als Grund für die Unsicherheit oder Angst geben die Kinder meist die Anwesenheit von unangenehmen oder betrunkenen Menschen an diesen Orten sowie starker und schneller Verkehr oder mangelnde Beleuchtung an. An den meisten Orten fühlen sich die Primarschülerinnen und Schüler aber sicher. Dabei hängt das Sicherheitsgefühl meist davon ab, ob vertraute Personen dabei sind und ob an einem Ort sichtbare Aufsicht wie Polizeipatrouillen oder Securitas vorhanden sind. Laut Umfrageergebnis würden sich die Kinder genau diese Aufsicht häufiger wünschen. Zudem dürfte es bessere Wegbeleuchtungen, langsamere Autos oder mehr Fussgängerstreifen geben. 

Das sagen Sekundarschülerinnen und Schüler
41 Prozent der befragten Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I finden, dass es in Amriswil genügend Freizeitangebote gibt. 28 Prozent beantworteten die Frage negativ. Demnach würden sich die Befragten zusätzliche Angebote wie ein Trampolin- oder Freizeitpark, ein Hallenbad, mehr Einkaufs- und Shoppingmöglichkeiten sowie ein Kino oder auch schöne Parkanlagen mit Blumen, Bäumen und Sitzmöglichkeiten wünschen. 

Das sagen Schüler der Sekundarstufe II
Die Umfrageteilnehmerinnen und Teilnehmer, die eine weiterführende Schule besuchen, sowie Jugendliche nach der obligatorischen Schulzeit verbringen ihre Freizeit am liebsten zuhause, auf Sportplätzen oder in Sporthallen, in Einkaufszentren sowie im Fitnessstudio, bei der Cevi, im Wald oder allgemein mit Freunden. Ausserdem suchen sie zusätzliche Aktivitätsmöglichkeiten immer häufiger auch ausserhalb der Gemeindegrenzen.

Königinnen und Könige von Amriswil
Die Kinder vom Kindergarten bis zur zweiten Klasse wurden in ihrer Umfrage gefragt, was sie als Königinnen oder Könige von Amriswil machen würden. Als Antwort genannt wurden zum Beispiel weniger Autos auf den Strassen, mehr Spielplätze oder ein Hallenbad bauen, mehr Platz für Wald und Wiesen schaffen, Kinderpartys veranstalten oder aber die Arbeitswoche- und Wochenendtage umkehren, so dass auf zwei Tage Schule fünf Tage Freizeit folgen würden.

Über alle Befragten ergab sich insgesamt dieses Bild, wie wohl sich Kinder und Jugendliche in Amriswil fühlen.
Über alle Befragten ergab sich insgesamt dieses Bild, wie wohl sich Kinder und Jugendliche in Amriswil fühlen.
Auf Social Media teilen