Eine Komödie von Jean-Baptiste Molière
Regie und Bearbeitung: Florian Rexer
Wer den unverwechselbaren Rexer’schen Stil kennt, weiss: Auch in dieser Bühnenfassung der berühmten Molière-Komödie bleibt kein Auge trocken. Nach der erfolgreichen Adaption von Hitchcocks «Die 39 Stufen» entführt Rexer gemeinsam mit seinem Ensemble das Publikum diesmal in die 1950er- und 60er-Jahre – eine Zeit des Aufbruchs, in der die Menschen zwar noch die Entbehrungen des Krieges spüren, aber das Wirtschaftswunder bereits seine verheissungsvollen Blüten treibt.
Im Zentrum steht der wohlhabende Geschäftsmann Monsieur Harpagon, gespielt von Bruno Riedl, der sein Vermögen mit viel Fleiss – und noch mehr Zinsen – stetig gemehrt hat. Sein Erfolgsrezept: Schokolade. «Er macht in Schoggi», sagen Freunde und Feinde gleichermassen und Harpagon hat gerade von Letzteren reichlich. Doch mit dem Reichtum wächst auch die Gier, und diese macht ihn blind für das, was wirklich zählt.
So übersieht er, wie sein Sohn Cléante verzweifelt versucht, ein eigenes Leben aufzubauen, während der Vater ihn unentwegt für seine fragwürdigen Geschäfte einspannt. Und auch Tochter Élise soll ihren Beitrag zur Vermehrung des Familienvermögens leisten – durch die Heirat eines alten Tattergreises, den sie nicht liebt.
Rexer und sein Ensemble präsentieren eine zeitlos amüsante Geschichte über Geld, Gier und den Irrglauben, dass Reichtum glücklich mache. Mit Witz, Charme, überraschenden Verstrickungen und liebevoll gezeichneten Charakteren entsteht ein Theaterabend, der beste Unterhaltung verspricht.