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Auf Schusters Rappen

Die Amriswiler Wandernacht bescherte den Teilnehmenden einen schönen Abend. Vom Hudelmoos aus wurden ein St.Galler Haselnussöl-Produzent und ein Thurgauer Winzer besucht.

Geradezu geschaffen für eine Wanderung zeigte sich der letzte Samstagabend. Bei drückend schwülen Temperaturen zogen rund 60 Teilnehmer aus Amriswil und Umgebung in zwei Gruppen los, um bei der 13. Amriswiler Wandernacht des Verkehrsvereins auf innovative Produzenten heimischer Naturprodukte zu treffen. Mit dabei waren auch die drei Stadtpräsident-Kandidaten André Schlatter, Stefan Koster und Gabriel Macedo.

Kostbares Nussöl
Unterwegs hatten die Teilnehmer Gelegenheit, mehr über das St. Galler Haselnussöl zu erfahren und es vor Ort zu probieren. Vor ein paar Jahren haben Cornel und Petra Angehrn den Versuch gewagt und eine Haselnussplantage mit rund 800 Bäumen angelegt. Die beiden mussten in den letzten Jahren aber immer wieder Rückschläge bewältigen. Einmal zerstörten Engerlinge die Hälfte der Plantage und im letzten Jahr sind viele Blüten durch die Kälte und den späten Schneefall einfach erfroren. «Die Ernte ist ziemlich aufwendig und erfolgt noch komplett von Hand. Mittlerweile ernten wir in einem guten Jahr um die 135 Kilogramm Nüsse, was etwa 20 Liter hochwertiges Öl ergibt», erklärt Angehrn.

Experiment Trüffelanbau
Gleich hinter dem Wasserschloss Hagenwil, an einem gut besonnten Hang, wachsen die Reben von Schlossherr und Winzer Alfons Angehrn. Mit viel Liebe und Herzblut pflegte er 35 Jahre lang den rund eine Hektare grossen Rebberg nach IP-Standard. Nun tritt er etwas kürzer und hat den Rebberg verpachtet. Doch Angehrn schiebt keine ruhige Kugel, sondern setzt seit ein paar Jahren auf Trüffelbäume. «Nicht nur geduldig müssen Trüffelbauern sein, sondern auch risikofreudig. Es gibt keine Garantie, ob die edlen Pilze je wachsen werden. Das werden wir erst in drei Jahren sehen», sagt Angehrn. «Es ist eine Lotterie.»

Abschluss mit Suppe
Bei Einbruch der Dunkelheit ging es zurück zur Bürgerhütte im Hudelmoos. Am Ziel angekommen, verwöhnte der Verkehrsverein die Wanderer mit Würsten vom Grill, Selbstgebackenem und Getränken. Einen krönenden Abschluss fand der Abend mit der traditionellen Sternschnuppensuppe. (Barbara Langenegger)

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