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Die Bahnhofstrasse 22 wird zum Kulturnacht-Hotspot

2. Juli 2020
Die zweite Amriswiler Kulturnacht vom 19. September soll Corona nicht zum Opfer fallen. Die Vorbereitungen laufen bereits.

Aufgrund der positiven epidemiologischen Entwicklung hat der Bundesrat Ende Mai die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus weitgehend gelockert. Wie sich die Situation nun weiterentwickelt, kann noch nicht vorausgesagt werden. Kommt die zweite Welle auf uns zu oder sind weitere Lockerungen möglich? Mit dem heutigen Wissensstand geht das Organisationskomitee der zweiten Amriswiler Kulturnacht davon aus, dass der Event wie geplant am Samstag, 19. September, stattfinden kann. Dies, zumal Veranstaltungen mit bis zu 1000 Personen erlaubt sind. An der Kulturnacht veranstalten rund 38 Kulturschaffende, Künstlerinnen und Künstler, Vereine und Institutionen an verschiedenen Orten in der Stadt Amriswil Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Führungen und Klein-Events. Das OK ist davon überzeugt, dass sich an keinem der 36 Standorte mehr als 300 Personen aufhalten werden, ganz zu schweigen von 1000 Personen. Ein Anliegen ist allerdings, dass während der Kulturnacht die allgemein bekannten Hygiene- und Schutzmassnahmen eingehalten und umgesetzt werden, die sich bis im September nochmals verändern könnten.

Kulinarisches wird grossgeschrieben
Obschon die Durchführung – wie alle terminierten Veranstaltungen in den nächsten Monaten – auf wackligen Beinen steht, kann das OK auf die angemeldeten Teilnehmer zählen. So beispielsweise auf die Bahnhofstrasse 22, die zum regelrechten Hotspot im Amriswiler Zentrum werden soll. Gelebte Kultur unter einem Dach: Diesem Anspruch möchten Uschi Tobler, Käti Signer (beide Bibliothek Amriswil), Monika Laib (Ginkgo Blumen), Heidi Scherrer (Vollmondbar), Jeannette Fusco (Bistro Cartonage) sowie Gabriela Kradolfer-Bösch und Christa Hess-Grögli (beide Kulturforum) gerecht werden, indem sie ein äusserst dichtes kulturell-kulinarisches Angebot zusammenstellen.

Vertreten ist unter anderem die Bibliothek, die im Kulturforum verschiedenste Tischspiele sowie einen Töggelikasten bereithält. Ein besonderes Erlebnis dürfte die Bücherbar  sein: wortwörtlich eine Bar aus Büchern, an der nach Literaten und Romantiteln benannte Hamburger und Hot-Dogs serviert werden. 

Während die Bibliothek ihre Gäste mit allerhand Leckerbissen verköstigt, ist die Vollmondbar vor dem Kulturforum für Getränke verantwortlich. Erhältlich sind sowohl verschiedene Softdrinks als auch alkoholhaltige Drinks und Biere im gewohnt bewährten Vollmondbar-Rahmen. Damit findet die Kulinarik an der Bahnhofstrasse 22 aber noch kein Ende, denn das Bistro Cartonage verschreibt sich derweil der Kaffeekultur. Zu erwarten sind somit Kaffeespezialitäten und Kreationen aus aller Welt. Gespannt sein darf man auch auf den Piaggio, der als Kaffeebar dienen soll. 

Fixe Programmpunkte sind währenddessen auf der Kulturforum-Bühne geplant. Der Programmgruppe ist es gelungen, den Güttinger Kabarettisten Jan Rutishauser sowie die Kreuzlinger Perkussions-Formation Drums2Streets zu engagieren. Während Letztere ihre Musik auf improvisierten Instrumenten zum Besten gibt, wird Rutishauser die Leute mit Wort und Witz unterhalten. Konkret heisst das: Stündlich werden Rutishauser und Drums2Streets alternierend für 20 bis 30 Minuten auf der Bühne stehen; der erste Auftritt ist um 17.30 Uhr angesetzt, der letzte um 22.30 Uhr. Somit hat jeder Besucher und jede Besucherin die Gelegenheit, auf dem Kulturnacht-Rundgang mindestens einen Act im Kulturforum zu sehen.

Etwas fürs Auge gibt es im Floristikgeschäft Ginkgo. In der Werkstatt präsentiert Monika Laib die Blumeninstallation «tanzende Blüten», die durch Licht und Bewegung in Szene gesetzt wird. Formschön geht es im Villagarten weiter, wo Holzplastiker Thomas Stadler seine Werke ausstellt. 

Kurzfristig entscheiden, was sinnvoll ist
Die Vorbereitungen an der Bahnhofstrasse 22 sind somit schon fortgeschritten – und das, obschon durchaus damit gerechnet werden muss, dass die Durchführung der Kulturnacht coronabedingt erschwert wird oder sogar ins Wasser fallen könnte. «Das ist uns bewusst», sagt Kulturforum-Präsidentin Christa Hess-Grögli, «aber natürlich mussten wir die Künstler bereits jetzt buchen, sonst wäre es zu spät». Ausserdem sei das Team der Bahnhofstrasse 22 nicht festgefahren, ergänzt Monika Laib: «Es ist schön, wenn wir alle gemeinsam unter einem Dach etwas aufziehen können. Wie wir die Schutzkonzepte und das Contact-Tracing im September genau umsetzen werden, gehen wir gestützt auf die dann geltenden Regeln kurzfristig an – so flexibel müssen wir sein.»  Unbestritten von Vorteil sein dürfte der Standort, denn die grosszügigen Platzverhältnisse im und ums Kulturforum ermöglichen einen Mindestabstand von eineinhalb oder auch zwei Metern zwischen den Besuchern problemlos. (seh)


Hinweis
Mehr unter kulturnacht-amriswil.ch

Sie sind um ein  vielfältiges Kultur- programm an der Bahnhofstrasse 22 bemüht (v. l.): Uschi Tobler (Bibliothek), Christa Hess-Grögli, Gabriela Kradolfer-Bösch (beide Kulturforum), Heidi Scherrer (Vollmondbar), Käti Signer (Bibliothek) und Monika  Laib (Ginkgo).  Auf dem Bild fehlt Jeannette Fusco (Bistro Cartonage).
Sie sind um ein vielfältiges Kultur- programm an der Bahnhofstrasse 22 bemüht (v. l.): Uschi Tobler (Bibliothek), Christa Hess-Grögli, Gabriela Kradolfer-Bösch (beide Kulturforum), Heidi Scherrer (Vollmondbar), Käti Signer (Bibliothek) und Monika Laib (Ginkgo). Auf dem Bild fehlt Jeannette Fusco (Bistro Cartonage). (Bild: Seraina Hess)