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Jeder muss seinen Teil beitragen – jetzt!

26. März 2020
Der Bundesrat hat am 20. März entschieden, Versammlungen im öffentlichen Raum über fünf Personen zu verbieten. Im Oberthurgau werden deshalb an diversen öffentlichen Plätzen Hinweisschilder angebracht. Öffentliche Orte wie Spielplätze, Grillstellen im Wald oder das Seeufer sind jetzt nicht als Treffpunkte ausserhalb der eigenen vier Wände gedacht.

«Es geht jetzt um die Verantwortung jedes Einzelnen», sagte Bundesrat Alain Berset an der Pressekonferenz am 20. März. Kontakte ausserhalb des eigenen Haushalts sind, um die Ausbreitung des Coronavirus weiter einzudämmen, möglichst zu vermeiden. Deshalb sind die Schulen, Restaurants und Geschäfte geschlossen.

Das Gebot, zu Hause zu bleiben, gilt insbesondere für ältere Personen über 65 Jahre und kranke Menschen. Nur so kann die Kurve der Ansteckungen abgeflacht und eine Ausbreitung des Virus eingedämmt werden.

Freizeitanlagen sind gesperrt
Dies dient nicht nur der eigenen Gesundheit, sondern auch der Kapazität unserer Spitäler. Die Plätze auf den Intensivstationen sind auch im Thurgau begrenzt. Stecken sich nun viele Menschen in der Risikogruppe mit dem Coronavirus an, droht ein Engpass in der medizinischen Versorgung, die Spitäler im Thurgau könnten schon in wenigen Tagen überlastet sein. Um die Verbreitung des Virus weiter zu verhindern, sind die Freizeitanlagen im Oberthurgau geschlossen. Natürlich darf man weiterhin nach draussen für einen Spaziergang oder eine Velotour, diese soll man aber nur allein oder mit Menschen aus dem gleichen Haushalt unternehmen.

Aufgrund des Versammlungsverbotes des Bundesrates werden Securitas in den kommenden Tagen und Wochen auf öffentlichen Plätzen patrouillieren und allfällige Gruppen mit mehr als fünf Personen auf das Verbot aufmerksam machen.

Entrümpeln ja – Entsorgen nein
Viele sind aufgrund der Pandemie momentan zu Hause und haben Zeit, den Frühlingsputz vorzuholen oder schon erste Gartenarbeiten zu erledigen. Dies führt zu einer grossen Belastung der Entsorgungszentren im Oberthurgau (siehe Seite 6). Diese bitten die Bevölkerung deshalb, nur zu entsorgen, wenn man wirklich muss. Aufgrund des Virus werden zurzeit nicht unbegrenzt Personen zu den Entsorgungsstellen zugelassen und es kommt teilweise zu Wartezeiten vor den Annahmestellen. Die KVA Thurgau rät deshalb, nicht wegen zwei oder drei Bündeln Altpapier zur Entsorgungsstelle zu fahren. Ausserdem soll man allein kommen und Kinder zu Hause lassen. Immer geöffnet sind auch die Unterflurcontainer für Kehricht und die Glas-Sammelstellen in den Gemeinden sowie die Annahmestellen in den Einkaufszentren.

Nachbarschaftshilfe wird organisiert
Seit einigen Tagen organisiert der Regionale Führungsstab im Oberthurgau die Nachbarschaftshilfe in unserem Bezirk. Er nimmt die Hilfsbegehren sowie Angebote an freiwilliger Hilfe der Bevölkerung auf und stimmt diese aufeinander ab.

Benötigen Sie Hilfe oder haben Sie Zeit, Hilfe zu leisten? Dann melden Sie sich bitte per Telefon unter 071 460 29 89 (Montag bis Samstag, 8 bis 18 Uhr) oder jederzeit per Mail unter hilfe@rfs-oberthurgau.ch.

Befolgen Sie die wichtigsten Regeln
Um die Ausbreitung des Coronavirus weiter zu verhindern, befolgen Sie ausserdem die Verhaltensregeln des Bundes:
• Vermeiden Sie Gruppenansammlungen.
• Wenn Sie sich mit Mitmenschen treffen: Halten Sie genügend Abstand (mindestens zwei Meter).
• Bleiben Sie zu Hause.
• Gehören Sie zur Risikogruppe oder sind Sie krank, bleiben Sie unbedingt zu Hause und vermeiden Sie Kontakt, auchzu Ihnen nahestehenden Menschen.

Weitere Verhaltenstipps und aktuelle Infos zum Coronavirus finden Sie unter www.tg.ch/coronavirus. Oder laden Sie sich die App «Swissalert» auf Ihr Smartphone herunter. (pd/rfs)

RFS Oberthurgau