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Junge Solisten schaffen niederschwelligen Zugang zur Klassik

14. Juni 2019
Am Samstag, 29. Juni, hält mit dem Vorarlberger Landeskonservatorium die Klassik Einzug ins Pentorama. Deren fünf besten jungen Musiker und das Sinfonieorchester bieten ein kunstvolles klassisches Programm, welches das Genre einem breiten Publikum näherbringen soll. Das Konzert wird vom Verein Amriswiler Konzerte und dem Verkehrsverein organisiert. Unter dem Namen «Classicorama» dürfte es den Auftakt bilden für weitere klassische Konzerte im Pentorama.

Sie sind blutjung und voller Leidenschaft für die klassische Musik: Die fünf Solisten des Vorarlberger Landeskonservatoriums, die am 29. Juni im Pentorama auftreten. Die Studierenden haben sich in einem Wettbewerb für den Auftritt qualifiziert. Begleitet werden die Solisten vom Sinfonieorchester des Konservatoriums, das sich aus 75 Studierenden zusammensetzt. Ein Grossteil dieser Musiker stammt aus dem Bodenseeraum. «Wir möchten der Region zeigen, was für tolle Musiker sie hat», sagt Jörg Maria Ortwein, Direktor des Vorarlberger Landeskonservatoriums.

Mehr Klassik im Pentorama
Das Konzert unter der Marke «Classicorama» wird von den beiden Vereinen Amriswiler Konzerte und Verkehrsverein Amriswil organisiert. Den Veranstaltern ist es ein Anliegen, mit dem Programm auch ein Publikum zu erreichen, das wenig Berührung mit der klassischen Musik hat. «Viele Genres sind relativ präsent, während die Klassik eher schwer zugänglich ist», sagt Stefan Zöllig, Präsident der Amriswiler Konzerte.

Mit Classicorama will der Verein eine neue Sparte gründen und die Klassik ins Pentorama bringen. Die Besucher des Konzerts erwartet eine hohe Bandbreite klassischer Werke. Von Mozart über Weber bis Brahms verfügt das Programm über eine Vielfalt, die für jeden etwas bietet. Auch die Uraufführung einer Komposition eines Studierenden ist dabei.

Durch das Programm führt der künstlerische Leiter Thomas Haubrich. Mit wenigen Worten zu den Werken und Solisten möchte er die Besucher an die Klassik heranführen. Er betont auch den hohen Anspruchsgrad des Sinfonieorchesters: «Um ein Konzert vergleichbaren Niveaus zu besuchen, muss man nach Zürich in die Tonhalle oder nach Luzern ins KKL reisen – und bezahlt dann auch den entsprechenden Preis.» Was die Besucher des Classicoramas zu hören bekommen werden, sei Musik auf allerhöchstem Niveau und dies von ganz jungen Leuten.

Laut Haubrich eigne sich das Konzert auch besonders gut für Familien. «Das Erlebnis bietet eine gute Gelegenheit, Kinder an die klassische Musik heranzuführen.»

Keine Berührungsängste
Das Besondere an dieser Konzert-Aufführung ist, dass die klassische Musik einmal ohne elitären Beigeschmack zu geniessen ist. Es gibt keinen Dresscode, keine hohen
Eintrittspreise und auch keine Berührungsängste: Die Besucher werden die Musiker bereits vor dem Konzert während des Classic-Bistro-Betriebs hautnah erleben. Dann wandeln Studierende des Vorarlberger Landeskonservatoriums während des Apéros über den Vorplatz des Pentorama und geben auf ihren Instrumenten freie Volksmusik zum Besten. «Das ist etwas sehr Persönliches und Emotionales, da die Studierenden hier voller Leidenschaft Musik aus ihren Herkunftsländern darbieten», sagt Jörg Maria Ortwein. (ad)

Tickets sind unter amriswiler-konzerte.ch erhältlich oder können ab 18 Uhr an der Abendkasse erworben werden. Der Eintritt kostet 30 Franken und für Jugendliche bis 16 Jahre 20 Franken

Die fünf Solisten studieren am Vorarlberger Landeskonservatorium. Von links nach rechts: Mayya Melnichenko (Klavier), Ayleen Weber (Saxophon), Johanna Bilgeri (Fagott), Francesca Temporin (Violine), Kilian Erhart (Violoncello).Die fünf Solisten studieren am Vorarlberger Landeskonservatorium. Von links nach rechts: Mayya Melnichenko (Klavier), Ayleen Weber (Saxophon), Johanna Bilgeri (Fagott), Francesca Temporin (Violine), Kilian Erhart (Violoncello).