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REA rüstet sich für Herausforderungen der Zukunft

17. April 2019
Wie die Jahresrechnungen der Stadt kommt am 19. Mai auch jene der Regio Energie Amriswil (REA) zur Abstimmung. Sie schliesst ebenfalls mit einem Gewinn. Zu den grössten Herausforderungen der REA in den nächsten Jahren zählen die vollständige Strommarktöffnung sowie die Sicherstellung der Wasserversorgung.

2018 war für die REA in mancherlei Hinsicht ein bewegtes Jahr. So feierte sie das 100-Jahr-Jubiläum der vereinten Amriswiler Werke und erlebte einen einschneidenden Wechsel auf operativer Ebene: Der langjährige Geschäftsleiter Karl Spiess ging in Pension, Urban Kronenberg trat per 1. Oktober seine Nachfolge an.

Auch unter neuer Führung kann die REA auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Der Unternehmenserfolg liegt wie 2017 bei knapp 1,8 Millionen Franken. "Finanzüberlegungen haben uns dazu bewogen, unsere Schuld gegenüber der Pensionskasse der Stadt Amriswil nicht weiter in Raten, sondern als Ganzes zurück zu bezahlen", erklärt REA-Verwaltungsratspräsident Allen Fuchs. Unter dem Strich bleibt somit ein Gewinn von gut 1,2 Millionen Franken, welcher den freien Reserven zugewiesen wird – sofern das Amriswiler Stimmvolk am 19. Mai den Geschäftsbericht und die Rechnung der REA mit der genannten Gewinnverwendung genehmigt.

Ein vertrauenswürdiger lokaler Partner

Die REA ist in einem schnelllebigen Umfeld der Digitalisierung, Dezentralisierung, Demokratisierung (Marktöffnung) und ständiger regulatorischer Anpassungen tätig. So sieht eine Revision des Stromversorgungsgesetzes in der Schweiz eine vollständige Marktöffnung für alle Kunden vor. Künftig soll jeder selber entscheiden können, welchen Strom er wo bezieht. Die Herausforderungen für Betriebe wie die REA nehmen deshalb weiter zu. "In stetigen, wirksamen Schritten arbeiten wir daran, die Ziele einer umweltverträglichen, preiswerten und dennoch sicheren Energieversorgung zu erreichen", sagt Allen Fuchs. "Es ist uns hierbei sehr wichtig, der Bevölkerung ein vertrauenswürdiger lokaler Partner zu sein", betont Urban Kronenberg.

Zwei Kilometer lange Fassungsleitung in den Bodensee

Erfreulich – und für die Kundschaft entscheidend – ist, dass die REA im vergangenen Jahr eine nahezu störungsfreie Versorgung mit Strom, Wasser, Gas, Wärme und Telekommunikation anbieten konnte. Insbesondere im Falle der Wasserversorgung im äusserst trockenen Sommer 2018 ist dies keine Selbstverständlichkeit. Da auch in Zukunft mit längeren Trockenperioden gerechnet werden muss, plant die REA grössere Investitionen im Bereich der Wasserversorgung. Gemäss Urban Kronenberg wird vom Amriswiler Seewasserwerk in Kesswil aus eine neue, fast zwei Kilometer lange Fassungsleitung in den See gelegt, ehe in der Folge auch die Transportleitung zwischen Kesswil und Amriswil erneuert und erweitert werden soll. (RH)