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Die Welt der Bienen in Amriswil

13. September 2018
Alle zehn Jahre findet der Kongress deutschsprachiger Imker in der Schweiz statt. Diesmal vom 27. bis 29. September 2018 in Amriswil. Nebst den offiziellen Gästen aus sechs Ländern sind auch Laien willkommen. Etwa zur Eröffnungsfeier oder zur frei zugänglichen Imkerei-Ausstellung. Mathias Götti Limacher von «BienenSchweiz» ist glücklich, die Veranstaltung im Pentorama durchzuführen.

«Das Pentorama verfügt über gute Räumlichkeiten und wir fühlen uns vor Ort hervorragend betreut», sagt Mathias Götti Limacher, Zentralpräsident des Imkerverbands der deutschen und rätoromanischen Schweiz. Für eine Kongress-Austragung in Amriswil habe auch gesprochen, dass die Hotellerie in der Region den Gästen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, dem Südtirol, Luxemburg und Liechtenstein erschwingliche Zimmer biete. «Die Kosten sind ebenfalls ein wichtiger Faktor. Schliesslich handelt es sich hierbei nicht um einen Ärzte-Kongress!», lacht er.

Passend ist schliesslich auch, dass der Basler Musiker Bo Katzman dem Amriswiler Stadtsaal wegen seines gelben Interieurs einst den Übernamen «Biine-Hiisli» gab. Der Pentorama-Grundriss und eine Bienenwabe liegen bloss eine Ecke und eine Seite auseinander, wie das Logo des Imker-Kongresses schön zeigt.

Alter Bahnwagen mit Lernparcours
Die Organisation eines internationalen Imker-Kongresses ist eine «grosse Kiste». Nur alle zehn Jahre ist die Schweiz Gastgeber-Land. Im Jahr 2008 kam Appenzell, der Geschäftsstellen-Sitz von «BienenSchweiz» zum Zug. «Der letzte Kongress fand vor zwei Jahren in Salzburg statt», informiert Mathias Götti Limacher, der erstmals für die Austragung verantwortlich zeichnet und zwei Wochen vor der Eröffnung entsprechend gefordert ist. «Glücklicherweise habe ich grosse Unterstützung. Einerseits von den Mitarbeiterinnen unserer Geschäftsstelle, andererseits durch die lokalen Imker-Vereine, die vor Ort zum Beispiel für die Festwirtschaft besorgt sind.» Total werden Ende Monat in Amriswil über hundert Imkerinnen und Imker als Helferinnen und Helfer im Einsatz stehen.

Wichtig ist Mathias Götti Limacher auch die Erwähnung, dass der Anlass nicht nur Fachleuten offen steht. Manche Teile des Kongresses sind öffentlich zugänglich oder sprechen sogar explizit Laien an. So vor allem die Imkerei-Ausstellung mit einer Bienenweide oder einem alten Wagen der Rhätischen Bahn (Bild). Dieser Bahnwagen mit Bienen-Lernparcours wird bereits einige Tage zuvor beim Pentorama eintreffen und bietet von 24. bis 27. September auch Schulklassen die Möglichkeit, das Thema Bienen und Imkerei ergänzend und in einer neuen, inspirierenden Umgebung zu erleben. Ebenfalls zur Ausstellung gehören die Präsentation der teilnehmenden Imkerverbände sowie Degustationen und die Festwirtschaft.

Vortrag über bedrohte Wildbienen
Ein öffentlicher Teil des Kongresses ist auch der Vortrag über die bedrohten Wildbienen am Donnerstagabend. Antonia Zurbuchen von Pro Natura Schweiz kennt sich mit dem Thema aus. «Es ist nicht erstaunlich, dass der Rückgang an artenreichen Blumenwiesen und Kleinstrukturen sich ungünstig auf viele Wildbienen auswirkt», sagt sie. Gerade der Siedlungsraum biete aber Möglichkeiten, Wildbienen zu fördern. Der Vortag gibt Einblicke in die faszinierenden Lebensweisen der Wildbienen und zeigt Fördermassnahmen auf.

St.Gallerstrasse dient für Parkplätze
Um den zahlreich erwarteten Kongress-Teilnehmern genügend Parkplätze anbieten zu können, haben die Organisatoren beim Kanton Thurgau ein Gesuch zur Nutzung der St.Gallerstrasse eingereicht. Diesem Gesuch wurde stattgegeben. Konkret bedeutet dies, dass die St.Gallerstrasse von Donnerstag, 27. September, um 14 Uhr bis Samstag, 29. September, um 17 Uhr zur Einbahnstrasse in Fahrtrichtung Kreuzung Weinfelder-/Arbonerstrasse nach Kreuzung Hagenwilerstrasse wird. Von der Hagenwilerstrasse her wird die Einfahrt während dieser beiden Tage also verboten sein. Der Veranstalter bittet die Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für diese Massnahme. Umleitungen werden rechtzeitig signalisiert. (RH)

Mathias Götti Limacher, der oberste Imker der Deutschschweiz, ist in den Medien ein gefragter Mann. Nicht selten geht es dabei um die Problematik des «Bienensterbens». Für das Wohl dieser nützlichen Tiere wird auch in Amriswil sensibilisiert.Mathias Götti Limacher, der oberste Imker der Deutschschweiz, ist in den Medien ein gefragter Mann. Nicht selten geht es dabei um die Problematik des «Bienensterbens». Für das Wohl dieser nützlichen Tiere wird auch in Amriswil sensibilisiert.