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Neues Garderobengebäude: jetzt wird gebaut!

7. August 2018
Die Projekt-Verantwortlichen begingen am Dienstagvormittag den symbolischen Spatenstich des neuen Garderobengebäudes im Tellenfeld. Die vorgesehene Bauzeit beträgt rund ein Jahr. Im Wissen über die Vorgeschichte des Projekts könnte das Motto des Neubaus lauten: Was lange währt, wird (hoffentlich) richtig gut!

"Ich freue mich riesig, dass wir jetzt loslegen können", sagte Stadtrat Stefan Koster beim Spatenstich-Akt des neuen Garderobengebäudes im Tellenfeld. Mit dem Neubau östlich des FCA-Clubhauses werde eine Lücke in der Sportinfrastruktur geschlossen. "Wir lösen damit ein lange währendes Problem, welches sich in den letzten Jahren weiter verschärft hat." Koster meint damit Bestimmungen im Sportbereich, welche nicht nur eine strikte Geschlechter-Trennung, sondern auch eine Funktions- oder Alterstrennung in Umkleideräumen vorsehen.

Baukredit war (zu) knapp bemessen
Kosters Freude über den Baustart ist auch in der Vorgeschichte der Infrastruktur-Erweiterung im Tellenfeld begründet. Die Idee eines separaten Garderobengebäudes entstand erst, nachdem im Jahr 2013 das Amriswiler Stimmvolk Nein zu einem grösseren Gesamt-Sportprojekt gesagt hatte. Im Jahr 2016 sprachen sich die Amriswilerinnen und Amriswiler dafür umso deutlicher für das neue Garderoben-Projekt sowie ein neues Sporthallen-Projekt (welches seit letztem Herbst in der Umsetzung ist) aus.

Allerdings zeigte sich bald, dass der Baukredit für die Garderoben sehr knapp bemessen war und der Bau teurer zu stehen kommen würde. Die Baukommission stellte dies vor eine schwierige Aufgabe und ihr Präsident Stefan Koster sah sich deswegen Kritik ausgesetzt, wie Stadtpräsident Martin Salvisberg am Dienstagvormittag zurückblickte. "Umso erfreulicher ist, dass nun doch eine Lösung für die Umsetzung gefunden wurde und wir mit gutem Gewissen bauen können", so Salvisberg.

Zusatzkredit gesprochen
Diese Lösung setzt sich aus diversen kleinen Bereinigungen und Vereinfachungen des Projekts zusammen. "Entscheidende funktionale Änderungen im Vergleich zum Abstimmungs-Projekt hat es aber nicht gegeben. Mit dem Verzicht auf die dritte Schiedsrichter-Garderobe können wir gut leben, zumal wir nach wie vor je eine Garderobe für männliche und weibliche Schiedsrichter anbieten können", stellte Stefan Koster klar.

Ebenfalls zur Lösung des finanziellen Problems beigetragen hat der Zusatzkredit von zehn Prozent, welcher der Stadtrat im Rahmen seiner Befugnis gesprochen hat und die vorgesehenen 1,65 Millionen Baukosten deckt. (RH)

TZ-Redaktor Manuel Nagel hält den symbolischen Spatenstich für die Nachwelt fest. TZ-Redaktor Manuel Nagel hält den symbolischen Spatenstich für die Nachwelt fest.