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Wer nachhaltig isst, spart Energie

24. Juli 2022
Unsere Ernährung und wie wir mit Lebensmitteln umgehen, haben grossen Einfluss auf die Umwelt – lokal wie global. Eine nachhaltige Ernährung ist umweltfreundlich, gesund, wirtschaftlich tragbar und für alle zugänglich.

In Form dieser Energiestadt-Serie wird die Stadt Amriswil auf dem Weg zum Goldlabel begleitet. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Ernährung und das Einkaufsverhalten der Amriswilerinnen und Amriswiler. 

Was kann jeder und jede Einzelne tun? 
Die Produktion und der Konsum von Lebensmitteln verursachen rund 30 Prozent der gesamten Umweltbelastung eines Menschen. Allerdings ist das Reduktionspotenzial vergleichsweise gross: Durch die Wahl von Lebensmitteln mit geringer Umweltwirkung kann die Umweltbelastung aufgrund der Ernährung problemlos halbiert werden. Beachtet man beim Einkauf von Lebensmitteln folgende Grundsätze, kann ein grosser Teil der Umweltbelastung reduziert werden:

  • Bevorzugen Sie pflanzliche Produkte und reduzieren Sie den Anteil tierischer Produkte wie Fleisch, Fleischprodukte, Fisch, Milch-, Milchprodukte und Eier. 
  • Ziehen Sie regionale Produkte der Saison aus Freilandanbau dem Gemüse aus beheizten Gewächshäusern vor.
  • Verzichten Sie auf Flugimporte. 
  • Bevorzugen Sie biologisch und fair produzierte Produkte.
  • Verzichten Sie auf Einzelverpackungen.
  • Verwenden Sie Mehrweg- statt Einweggeschirr.
  • Bevorzugen Sie Produkte mit wenig Verpackung und möglichst hohem Anteil an Recyclingmaterial und recyclierbarem Material.

Die Schweizer Umweltbelastung aufgrund der Ernährung kann durch die Wahl von Lebensmitteln mit geringer Umweltwirkung problemlos halbiert werden. Neben der Reduktion von Treibhausgasemissionen können durch gezieltes Einkaufen die Ressourcen langfristig gesichert werden. So können zum Beispiel die Bodenfruchtbarkeit, die Wasserqualität und die Biodiversität für künftige Lebensmittel aufrechterhalten werden. Ein schöner Nebeneffekt: Durch die angepassten Menüpläne entstehen gesundheitliche Vorteile für Konsumentinnen und Konsumenten und bessere Arbeitsbedingungen für Arbeitende auf Plantagen und Kleinbäuerinnen und -bauern. 

Ein Drittel der Lebensmittel wird entsorgt
Für rund ein Drittel der Umweltbelastung eines Menschen ist die Produktion und der Konsum von Lebensmitteln verantwortlich. Speziell wegen des hohen Energie- und Wasserverbrauchs. Die Produktion in Monokulturen führt zudem zum Verlust der Biodiversität und zerstört Lebensräume. Ausserdem werden für die Futtermittelproduktion Regenwälder abgeholzt, was wiederum Treibhausgasemmissionen verursacht und Lebensräume zerstört. Nachgewiesen ist, dass Treibhausgasemissionen mehrheitlich aus der Nutztierhaltung (Methan von Wiederkäuern), aus der Verbrennung von fossilen Energieträgern (CO2) und der landwirtschaftlichen Düngung (Lachgas) herkommen. Ausserdem erschreckend: Rund ein Drittel der Lebensmittel geht zwischen Feld und Teller verloren oder wird verschwendet. Pro Jahr sind das in der Schweiz derzeit 2,6 Millionen Tonnen einwandfreie Lebensmittel. 39 Prozent davon stammen aus den Haushalten. Weitere Verursacher sind die Lebensmittelindustrie (37 Prozent), die Gastronomie (11 Prozent), die Landwirtschaft (9 Prozent) und der Detailhandel (4 Prozent).

Welche Nahrungsmittel aktuell gerade Saison haben und daher umweltschonend sind, findet man zum Beispiel laufend unter eatsmarter.de/saisonkalender.     

Eine kleine Auswahl des Angebots, das die Natur im Monat Juli für uns bereithält.
Eine kleine Auswahl des Angebots, das die Natur im Monat Juli für uns bereithält.
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