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Die Kinder sind ausgezogen, der Bagger kann kommen

8. Juli 2021
Noch kein Jahr ist es her, als die Stimmbürger der Volksschulgemeinde an der Urne Ja zum Neubau des Dreifachkindergartens Hölzli gesagt haben. Am Mittwoch fand bereits der Spatenstich und somit der Baubeginn statt.

Die Kindergartenkinder und die Lehrpersonen des Kindergartens Hölzli verlassen ihren Kindergarten mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Es habe ihnen gefallen, es sei gemütlich gewesen. Gleichzeitig freue man sich aber auf den neuen Kindergarten und etwas mehr Platz. Mit diesen Worten gab Kindergärtnerin Maria Rothe den Schlüssel des alten, 1965 erbauten Kindergartens an den designierten Präsidenten der Schulbehörde, Michael Stäheli-Engel ab. Sie freue sich, den Schlüssel für den Neubau im kommenden Jahr dann wieder von ihm überreicht zu bekommen.  

Ein schöner, letzter Anlass 
Auch für den abtretenden Schulpräsidenten Christoph Kohler war der Anlass wohl schön und traurig zugleich. Mit der Frage «Gibt es etwas Schöneres für einen abtretenden Schulpräsidenten, als noch einmal bei einem Spatenstich eines Kindergartens dabei sein zu können?», eröffnete er den offiziellen Teil des Anlasses. Einen besseren Abschluss hätte er sich wohl nicht wünschen können. Die VSG Amriswil-Hefenhofen-Sommeri baut für die Kinder und somit für die Zukunft. Geplant wurde das Bauvorhaben von den Büchel Gubler Kuster Architekten aus Wängi. Sie wurden von einer Fachjury zum Sieger des Ende 2019 vorgenommenen  Wettbewerbs erkoren. Gemeinsam mit dem Büro Loos Meer Architekten aus Amriswil zeichnen sie die Verantwortlichkeit für die Umsetzung des Projekts. Der Neubau ist geplant als kompaktes, nachhaltiges Volumen, zeitgemäss als Holzbau. Das Hauptanliegen der Architekten war stets, dass die Kinder, Lehrpersonen, Eltern und alle weiteren Nutzer des neuen Kindergartens die Räumlichkeiten mit gleich viel Herzblut erleben, wie es von ihnen geplant wurde. Denn die Planung eines Kindergartens sei ein ganz besonders tolles Projekt für ein Architekturbüro, so die Architekten. 

Den Ansprüchen wieder gerecht werden
Notwendig sei der Neubau des Kindergartens, erklärt  Samuel Oberholzer, Verantwortlicher Bauten der Volksschulgemeinde, weil das bestehende Gebäude den heutigen pädagogischen Ansprüchen schlicht nicht mehr gerecht werden kann. Und, weil es unter Aussicht auf steigende Schülerzahlen nicht mehr genügend Platz bietet. Daneben spielt aber auch das Alter des Gebäudes eine Rolle. Die baulichen und energetischen Voraussetzungen sind nicht mehr zeitgemäss. Das Gebäude hat sozusagen seine Lebenszeit erreicht und muss deshalb ersetzt werden. Mit dem Neubau können beste Voraussetzungen geschaffen werden, um in Zukunft mit drei Klassen guten Unterricht in einem nachhaltigen und auf die Bedürfnisse der Nutzer ausgerichteten Gebäude abzuhalten. Die Schulbehörde hat sich bereits 2014 über die Entwicklung der Kindergärten Mühlebach, Hölzli und Hemmerswil Gedanken gemacht. Dies, weil man schon damals festgestellt hat, dass es zu Platzmangel kommen könnte und dass die Gebäude baulich und energetisch sowie pädagogisch nicht mehr auf dem neuesten Stand sind. Nach der Erstellung eines Gesamtplanes der Kindergärten war die VSG 2018 soweit, dass der Kindergarten Mühlebach eröffnet werden konnte, 2020 folgte die Einweihung des Kindergartens Hemmerswil und nun, wenn alles gut läuft, die Lieferfristen der Unternehmer einigermassen eingehalten werden können und die Arbeiten wie geplant vorangehen, kann der Neubau des Kindergartens Hölzli 2022 bezogen werden. 

Die Vorbildfunktion wahrnehmen
Ziel des Neubaus ist es unter anderem, dass das Gebäude qualitativ hochstehend ist und vielfältig nutzbaren Raum schafft. Weiter sollen die Investitions- und Betriebskosten deutlich geringer anfallen. Ausserdem wird von der Volksschulgemeinde als öffentliche Institution eine Vorbildfunktion in Sachen Klimaschutz und Energieverbrauch erwartet. Im Falle des neuen Kindergartens wird dieser Verantwortung in Form des Energieträgers Erdwärme und mit dem Minergie P Standard Rechnung getragen. 

Einweihung schon 2022
Die Studie «Neubau Kindergarten Hölzli» wurde von den büchel gubler kuster architekten ausgeführt. Die Beurteilung erfolgte von der Schulbehörde und die Baukommission wurde beauftragt, die Entwicklung des Gebäudes voranzutreiben, so dass es im Herbst 2019 der Souverän darüber abstimmen konnte Ein Jahr später wurde das Bauprojekt  von den Stimmbürgern gutgeheissen. Für das Planerverfahren wurden sechs lokale Planungsbüros angeschrieben, die in einem Wettbewerb ausmachten, wer den Zuschlag erhält. Diesen wiederum gewannen die Loos Meer Architekten aus Amriswil. Die Büchel Gubler Kuster Architekten bleiben unterstützend und begleitend am Projekt beteiligt. 

Die Kinder sind bereit für den Umzug.
Die Kinder sind bereit für den Umzug.

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