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Werkhof-Planung mal fünf

16. September 2020
Das Werkhof-Planerwahlverfahren ist angelaufen. Im Rennen sind fünf Planungsbüros, deren Vertreter das Areal am Mittwoch genauer unter die Lupe genommen haben.

Dem in die Jahre gekommenen Werkhof gelingt es schon lange nicht mehr, die von der SUVA verlangten Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Lange, umständliche Wege führen ausserdem zu ineffizienten Arbeitsabläufen und Energieverluste aufgrund mangelhafter Bausubstanzen tun ihr Übriges. Deshalb soll der Werkhof nun erneuert werden. Genauer bedeutet das: Der Altbau aus dem Jahr 1931, oder die «Schüür», wie sie auch genannt wird, soll abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden. Bleiben wird hingegen die Einstellhalle aus dem Jahr 1986. Dank guter Bausubstanz soll es nur punktuelle Sanierungen geben, unter anderem einen Aussenlift. Ausserdem soll auf dem Gelände ein zusätzlicher Lagerbau für Marktstände und Tischgarnituren entstehen, damit diese abgeholt werden können, ohne den Werkhof-Betrieb zu stören. 

Die Baukommission hat ein detailliertes Raumprogramm erstellt, sodass bereits feststeht, wie der Werkhof einst aussehen soll. Auf dieser Basis wurde im Juli das Planerwahlverfahren eröffnet. Inzwischen stehen die fünf Projektplaner fest, die es in die zweite Phase geschafft haben – sie haben vorgestern das Werkhofareal besichtigt, um sich einen Eindruck der Umgebung zu verschaffen und danach ihre Arbeiten zu beginnen, die sie am 30. Oktober einreichen werden. Die Planer werden darin die Gebäudegestaltung festlegen, was beispielsweise die Fassade und das Dach betrifft. Auch die Materialwahl des Gebäudes fällt in ihre Kompetenz.

Abstimmung im Juni 2021
Nach der Abgabe der Arbeiten wird anhand von Kriterien wie Konstruktion/Statik, Fassadenkonstruktion, Wirtschaftlichkeit, Honorar und Nachhaltigkeit eines der fünf Projekte ausgewählt, das schliesslich zusammen mit der Baukommission weiter bearbeitet wird, damit es schon kommenden Sommer zur Abstimmung gebracht werden kann. Über das Vorhaben mit Kosten zwischen 4,5 und 5 Millionen Franken entscheidet die Bevölkerung voraussichtlich im Juni 2021.  (red.)

Die Planer der zweiten Phase des Wahlverfahrens bei der Besichtigung des Werkhofareals. (Bild: seh)
Die Planer der zweiten Phase des Wahlverfahrens bei der Besichtigung des Werkhofareals. (Bild: seh)