Abstimmung über Stadthaus und Rettungsdienst

Die Zukunft des alten Feuerwehrdepots an der Arbonerstrasse kommt am 24. September 2017 vors Volk. Abgestimmt wird über zwei Projekte: Den Abbruch der alten Einstellhalle der Feuerwehr zugunsten einer Stadthaus-Erweiterung und den neuen Standort des Rettungsdienstes.


Südansicht des Erweiterungsbaus - Visualisierung: Schulthess Architekten

Seit dem Bezug des neuen Feuerwehrzentrums an der Kreuzlingerstrasse stehen die ehemaligen Feuerwehr-Räumlichkeiten beim Stadthaus leer. An dieser Stelle sollen in Zukunft die Ambulanzfahrzeuge der Spital Thurgau AG (144) untergebracht werden. Ausserdem sollen die Sozialen Dienste und die Bauverwaltung hier neue Büroräume erhalten. Der Stadtrat lanciert deshalb auf Basis des Wettbewerbsbeitrags der Schulthess Architekten GmbH (siehe «amriswil aktuell» vom 17. März 2017) die beiden nachfolgenden Abstimmungsprojekte.

Neuer Standort Rettungsdienst: ideal gelegen

Der an der Arbonerstrasse und somit an der Hauptverkehrsachse bestehende Gebäudeteil des alten Feuerwehrdepots ist ideal gelegen für den Rettungsdienst (bisher an der Rütistrasse). Im Gebäudeinnern sind für diesen Zweck Ein- und Umbauarbeiten nötig. Auch die Wärmedämmung gilt es zu verbessern, damit im Obergeschoss die notwendigen Schlaf- und Aufenthaltsräume geschaffen werden können.

Für die auszuführenden Arbeiten legt der Stadtrat dem Stimmvolk einen Kredit von 670000 Franken vor, welcher in der Folge von der Spital Thurgau AG über den Mietzins finanziert werden soll. «Mit dem neuen Standort der Ambulanzfahrzeuge wird im Notfall ein schnelleres Ausrücken möglich», schreibt der Stadtrat.

Erfreulich: Die bekannte Ansicht von Stadthaus und altem Feuerwehrdepot von der Arbonerstrasse her (Postkarten-Sujet) bleibt bei Umsetzung dieses Projekts bestehen, da an der Nordfassade keine Änderungen erforderlich sind.

Erweiterung Stadthaus: alles unter einem Dach

Die alte Feuerwehr-Einstellhalle zwischen Stadthaus-Südseite und Pentorama kann nicht auf sinnvolle Weise für eine Büronutzung umgebaut werden. Sie ist deshalb dem Abbruch geweiht. An gleicher Stelle plant die Stadt einen zweckmässigen Büro-Neubau für die in den vergangenen Jahren personell gewachsene Bauverwaltung und die gesellschaftlich bedingt ebenfalls immer grösser werdenden Sozialen Dienste. Damit kann die ganze Stadtverwaltung wieder an der Arbonerstrasse 2 unter einem Dach zusammengefasst und die bestehende Mietlösung für die Büros der Sozialen Dienste an der Kirchstrasse aufgehoben werden.

Der Erweiterungsbau soll, wie gesetzlich vorgeschrieben, im Minergie-Standard sowie natürlich behindertengerecht erstellt werden. Ausserdem sind zeitgemässe Sicherheitseinrichtungen für das Personal der Sozialen Dienste vorgesehen. Für die Erweiterung des Stadthauses beantragt der Stadtrat einen Baukredit von 4,7 Millionen Franken.

«Es handelt sich um keinen ‹Prunkbau›, sondern um eine zweckmässige und bedarfsgerechte Erweiterung des Stadthauses», hält der Stadtrat fest. Er ist überzeugt, damit den Raumbedarf der Stadtverwaltung wieder auf längere Sicht decken zu können.


Downloads:
Abstimmungsbotschaft  [PDF, 1.00 MB]
Detailpläne  [PDF, 2.00 MB]