Willkommen auf der Website der Gemeinde Amriswil



Sprungnavigation

Von hier aus können Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Navigation Inhalt Suche Inhaltsverzeichnis Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen

Ein 1200 Quadratmeter grosser Platz mit «Hahnentritten»

Durch die teilweise Aufhebung der Zielstrasse entsteht in Amriswil eine neue attraktive Verbindung zwischen dem Einkaufszentrum Amriville und dem Neubau der Migros. Die erste Idee für gestalterische Elemente hat sich zu einem grösseren Kunstprojekt in Form eines besonderen Bodenmusters entwickelt. Ein Projekt, welches unter Umständen auch über die Kirchstrasse, auf den Biberacherweg und den Radolfzeller Platz, ausgeweitet werden könnte.

Auf den ersten Blick erscheint das Projekt von Daniel Schlaepfer unspektakulär – eine Bodengestaltung des zentralen Amriville-Platzes. Da der Platz vielen technischen Anforderungen genügen muss, gab es Restriktionen, die der Künstler elegant in sein Projekt einband. Schlaepfer lässt sich von einer Werbefotografie aus den 1960er-Jahren im kleinen Museum der Firma Hess inspirieren, die unter anderem den Ärmel eines Jacketts im Pied-de-Coq-Muster zeigt. Damit taucht das Kunstprojekt in die 140-jährige Geschichte der einstigen Kleiderfabrik ESCO H. Hess & Co AG (und heutigen Hess Investment Gruppe) ein.

Spiel mit dem Licht
Als Pied-de-Coq, auf Deutsch Hahnentritt, wird ein früher wie heute beliebtes und somit zeitloses Web-und Strickmuster bezeichnet. Auf dem neuen Platz soll das Muster durch Schweizer Granitplatten aus den Abbaugebieten San Bernardino und Vals gebildet werden. «Diese weisen eine gut wahrnehmbare Helligkeitsdifferenz auf, sodass sie auch für Google Earth taugen sollten», schmunzelt Hermann Hess.
Wie eine erste probeweise Auslegung einiger Platten vor Ort zeigt, ist das Muster im Gegenlicht eher schwach erkennbar, blickt man jedoch mit der Sonne, so tritt es klar hervor.
Ausgangspunkt des Kunst-am-Bau-Projekts der Hess Investment AG war zunächst die Idee, eine unterirdische Verbindung zwischen den Tiefgaragen von Amriville und neuer Migros zu gestalten. «Doch dann wurde klar, dass die Kunst nach oben auf den neuen Platz kommen und diesen den Menschen näherbringen sollte», erklärt Friederike Schmid, die das Vorhaben vom Wettbewerb bis zur Umsetzung im kommenden Jahr als Kunst-Projektmanagerin begleitet.

Keine Zweifel an der Belebung des Platzes
Im Zentrum stehen der rund 1200 Quadratmeter grosse Platz sowie dessen besonderes Bodenmuster. Auf weitere Gestaltungselemente, etwa Sitzbänke, wolle man bewusst verzichten, sagt Hermann Hess. Dadurch gibt es auch wenig Einschränkungen bei der Nutzung. Denn: Dass der künftige Amriville-Platz belebt sein wird durch Menschen und Veranstaltungen, daran zweifelt Hess nicht.

Verbindung der beiden Amriswiler Einkaufszonen?
Nebst dem Lausanner Daniel Schlaepfer waren vier weitere Kunstschaffende aus der ganzen Schweiz zum künstlerischen Wettbewerb eingeladen. Schlaepfer reichte seinen Vorschlag «Eleganz im Detail» gemeinsam mit dem Genfer Architekten Renaud Pidoux ein. «Es freut mich sehr, dass unsere Idee die Jury überzeugte.»
A propos Jury: Dieser gehörten auch Vertreter der Stadt, der Evangelischen Kirchgemeinde und der Migros an, welche sich sehr aufgeschlossen zeigten. «Ich bin hell begeistert», sagte auch der Amriswiler Stadtpräsident Martin Salvisberg bei der Präsentation des Musters.
Denkbar ist, die künstlerische Gestaltung nach der Aufhebung des Migros-Provisoriums und der damit verbundenen Wiederherstellung des Radolfzeller Parks und des Biberacherwegs in rund eineinhalb Jahren auf diesen Bereich auszudehnen, um so eine Verbindung von Kirchstrasse und Bahnhofstrasse anzudeuten. Schliesslich bilden die beiden Strassen das «Amriswiler Einkaufsmekka».
«Ob und wie die Gestaltung fortgesetzt wird, ist letztlich Sache der beiden Grundeigentümer Stadt Amriswil und Evangelische Kirchgemeinde und natürlich der Künstler», hält Hermann Hess fest. Er selbst könne sich eine Ausdehnung jedenfalls gut vorstellen und wäre auch bereit, einen (finanziellen) Beitrag daran zu leisten. (pd/RH)


Am Pressetermin vom 12. April wurde das Bodenmuster enthüllt. Für den Fotografen posieren: Hermann Hess (Verwaltungsratspräsident der Hess Investment AG), Urs Bleuer (Projektleiter Baumanagement der Migros Ostschweiz – der Neubau links im Bild nimmt erste Konturen an) sowie die Kunst-Projektverantwortlichen Daniel Schlaepfer und Renaud Pidoux.
Am Pressetermin vom 12. April wurde das Bodenmuster enthüllt. Für den Fotografen posieren: Hermann Hess (Verwaltungsratspräsident der Hess Investment AG), Urs Bleuer (Projektleiter Baumanagement der Migros Ostschweiz – der Neubau links im Bild nimmt erste Konturen an) sowie die Kunst-Projektverantwortlichen Daniel Schlaepfer und Renaud Pidoux.

Datum der Neuigkeit 13. Apr. 2018