Willkommen auf der Website der Gemeinde Amriswil



Sprungnavigation

Von hier aus können Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Navigation Inhalt Suche Inhaltsverzeichnis Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen

Auch 2018 keine Steuerfusserhöhung

Obwohl sich bis ins Jahr 2020 eine Nettoschuld von gegen 2000 Franken pro Einwohner ankündigt, möchte der Amriswiler Stadtrat mit einer Steuerfusserhöhung noch ein Jahr zuwarten. Das Budget 2018 der Politischen Gemeinde sieht einen Fehlbetrag von 631 000 Franken vor. Im Detail vorgestellt und zur Abstimmung gebracht wird es an der Gemeindeversammlung vom 7. Dezember im Pentorama.

Seit Jahren budgetiert die Stadt Amriswil ein mittleres Defizit. Eingetreten ist es bisher nur ganz selten. Auch die über 800 000 Franken Minus, welche für dieses Jahr vorgesehen waren, dürften sich laut Finanzverwalter Thomas Grimm dank mehr Steuereinnahmen in eine «schwarze Null», also ein kleines Plus, verwandeln. Mit dieser finanziellen «Zauberei» wird aber definitiv bald Schluss sein. Für das Jahr 2018 hat die Stadt Amriswil nämlich optimistischer budgetiert als in den Vorjahren. So geht das Budget bereits vom zuletzt erhöhten Level der Steuereinnahmen aus und sieht – entgegen dem allgemeinen Trend – rund 300 000 Franken weniger Fürsorgeaufwendungen vor.

Dass der Stadtrat beschlossen hat, ein weiteres Jahr mit der schon länger im Raum stehenden Steuerfusserhöhung abzuwarten, hat seine Gründe. «Wir haben die grösste Bautätigkeit seit den Siebzigerjahren», sagt Stadtpräsident Martin Salvisberg. «Mit einer Steuerfusserhöhung zum jetzigen Zeitpunkt würden wir potenzielle Neuzuzüger erschrecken.»

Sporthalle als grosse Investition
Der Stadtrat weist in seinen Erklärungen zum Budget 2018 auf drei wichtige Komponenten hin, welche in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen müssen, da sie sich gegenseitig beeinflussen: das Leistungs- und Infrastrukturangebot, eine haushaltsverträgliche Verschuldung sowie ein möglichst stabiler Steuerfuss auf tiefem Niveau. Ein weiterer Grund also, dessen Erhöhung nochmals hinauszuschieben.

Gemäss Thomas Grimm werde man den Steuerfuss aber nicht mehr lange unangetastet lassen können. Der Finanzplan sieht nämlich trotz einkalkulierter Steuerfusserhöhung um fünf Prozent (Jahr 2019) eine baldige Nettoschuld von gegen 2000 Franken pro Einwohner vor. Diese ist vor allem auf die bevorstehenden hohen Investitionen (Neubau und Sanierung der Sporthalle Tellenfeld) zurückzuführen. «Die steigenden Schulden können einem Angst machen, müssen sie aber nicht», beruhigt Martin Salvisberg und verweist auf die zurzeit sehr tiefen Schuldzinsen, welche eine massvolle Verschuldung absolut zuliessen. Eine Steuerfusserhöhung 2019 sieht aber auch er als sehr wahrscheinlich an.

Ertragsüberschüsse bei Altersinstitutionen
Doch zurück zum Jahr 2018: Das Budget der Politischen Gemeinde (der altmodische Begriff «Voranschlag» hat unter dem neuen Rechnungsmodell HRM2 ausgedient) sieht einen Aufwandüberschuss von rund 631 000 Franken vor. Bei den sehr gut ausgelasteten Alterswohnungen und beim Alters- und Pflegezentrum sind Ertragsüberschüsse in der Höhe von 281 000 beziehungsweise 93 000 Franken budgetiert. Investitionen sind hier keine geplant.

Die Budgets sind Hauptbestandteil der Gemeindeversammlung von Donnerstag, 7. Dezember (20 Uhr), im Pentorama.

Budget 2018 in der Langfassung


Foto von Stadtpräsident Martin Salvisberg
Sein zweitletztes Budget: Stadtpräsident Martin Salvisberg

Datum der Neuigkeit 7. Nov. 2017